Die privaten Haushalte sind höher verschuldet als jemals zuvor und die privaten Insolvenzen haben dramatisch zugenommen.
Wie kann es soweit kommen?
Das geht relativ schnell. Sobald die monatlichen Ausgaben eines Haushalts höher sind als die Einnahmen, und zwar regelmässig, ist die Lage bereits kritisch. Kommt dann womöglich noch der Verlust des Arbeitsplates hinzu, ist die dauerhafte Verschuldung nicht mehr aufzuhalten.
Wenn der Dispokredit immer voll ausgeschöpft wird, die Kreditkarte bis zum Anschlag belastet ist, und außerdem grössere Anschaffungen mit Ratenzahlungen getätigt werden, ist es allerhöchste Zeit, einen
Plan zum Schuldenabbau zu erstellen.
Es hilft nicht, den Kopf in den Sand zu stecken und die Augen vor den Tatsachen zu schliessen.
Insbesondere, wenn auch schon Mietschulden aufgelaufen sind, ist ein erstes Gespräch mit dem Vermieter unerlässlich. Bereits nach zwei rückständigen Monatsmieten hat der Vermieter das Recht zur fristlosen Kündigung der Wohnung!
Dann gilt es, die Gesamthöhe der Schulden festzustellen. Im einzelnen muss aufgelistet werden, wieviel Rückstände bei welchem Vertragspartner bestehen.
Bevor Gespräche mit den Vertragspartnern geführt werden, sollte allerdings die gesamte Ausgabenstruktur des Haushalts einer genauen Prüfung und Kürzung unterzogen werden. Es muss unbedingt eine Kostensenkung erreicht werden. Andernfalls ist nicht damit zu rechnen, dass vereinbarte Ratenzahlungen auch eingehalten werden können.
Wer bereits zu tief im Schuldensumpf steckt oder sich überfordert fühlt, sollte unbedingt professionelle Hilfe einer Schuldnerberatungsstellen in Anspruch nehmen.
