Da Argentinien bis zu seiner Unabhängigkeit im Jahre 1816 zum spanischen Kolonialreich gehörte, ist Spanisch auch heute noch die alleinige Amtssprache.
Allerdings unterscheidet sich das argentinische Spanisch oder Río-de-la-Plata-Spanisch, dass dort bevorzugt als Castellano (Kastilisch) bezeichnet wird, von der Sprache, die in Spanien und anderen Staaten Südamerikas gesprochen wird. In Argentinien treten einige regional spezifische Besonderheiten auf, die man bezogen auf die spanische Sprache als Zeísmo bezeichnet. Diese Begriffe benennen nämlich das Zusammenfallen zweier Phänomene. So wird beispielsweise der Buchstabe ‚ll’, wie eben auch in Castellano, als ‚sch’ gesprochen; folglich heißt es korrekt Casteschano. Manchmal klingt derselbe Buchstabe auch wie ein ‚j’, wie man es im Französischen kennt, selbiges gilt auch für den Buchstaben ‚y’. Zwischen zwei Vokalen wird auch dieser so gesprochen.
Ähnliche sprachliche Facetten sind auch beim ‚z’ zu finden; dieses wird nämlich stets wie ein stimmloses ‚s’ ausgesprochen, dasselbe betrifft auch das ‚c’, insofern dies vor einem ‚e’ oder einem ‚i’ steht.
Ein weiteres morphosyntaktisches Kennzeichen, das in der spanischen Sprache Südamerikas auftritt, ist der ‚Voseo’. Voseo bedeutet, dass man in gewissen Regionen Süd- und Zentralamerikas anstatt des singularischen ‚tú’s, die Pluralanrede ‚vos’ gebraucht, wobei auch die Verben auf eine andere Weise konjugiert werden. Zusätzlich ersetzt das ‚ustedes’ der 3. Plural-Person das ‚vosotros’ in der 2. Person Plural, selbst in der informellen Sprache, wohingegen im europäischen Spanisch das ‚ustedes’ lediglich eine Höflichkeitsform darstellt.
Weiterhin charakterisieren das argentinische Spanisch auch noch einige lexikalische Besonderheiten.
Neben der Amtssprache pflegt die indianische Bevölkerung zahlreiche eigene Sprachen, so beispielsweise das Guaraní, Quechua oder das seltenere Mapudungun.
