Die Zeit messen mit Uhren

Uhren helfen den Menschen schon seit Jahrhunderten den richtigen Lebensrhythmus zu finden.

Das Alltagsleben der Menschen war über viele Jahrtausende allein durch den natürlichen Tagesrhythmus bestimmt. Tag und Nacht gaben die Zeiten für Arbeit und Ruhe an. Sobald das Leben in größeren Gemeinschaften statt fand, war auch eine gewisse Art der Zeitmessung notwendig. Noch bevor es Uhren
gab wurde die Zeit in so genannten Stundengläsern gemessen. Eine bestimmte Menge Sand rieselt dabei durch ein Glas mit engem Durchlauf, immer in der gleichen Zeit. Ist der Sand vollständig durchgelaufen wurde das Stundenglaus herum gedreht und der Vorgang begann wieder von neuem. Der Einsatz von Uhren erfolgte in den mittelalterlichen städtischen Lebensgemeinschaften. Sie waren aber meistens nicht im Privatbesitz sondern vor allem auf den Kirchtürmen zu finden. In großer Höhe platziert zeigten sie jedem, der das Ziffernblatt lesen konnte, auch aus größerer Entfernung die Uhrzeit. Bestimmte Zeiten wurden jedoch zusätzlich noch durch ein Glockensignal angezeigt. So musste der Küster meist die ganze Stunde anläuten. Die Anzahl der Glockenschläge gab Auskunft über die Stunde. Zeiten zum Gebet oder zum Kirchgang wurden durch ein anhaltendes Läuten signalisiert. Dies ist in vielen Gemeinden bis heute so geblieben.
Uhrwerke sind ein feinmechanisches Wunderwerk und so dauerte es noch geraume Zeit bis diese in kleiner Größe gefertigt werden konnten. Die Taschenuhr war erfunden. Zunächst wurden Herrenuhren gefertigt, die mit einer Kette an der Kleidung befestigt werden konnten. Diese mechanischen Wunderwerke waren eine wertvolle Anschaffung. Dementsprechend liebevoll wurden diese Uhren ausgestaltet und verziert. Wer heute noch im Besitz der Taschenuhr des Großvaters ist besitzt einen wahren Schatz. Viele dieser Stücke sind so präzise und qualitativ hochwertig gefertigt worden, dass sie noch heute die genaue Uhrzeit anzeigen.

Sandra Müller
vz(at)hub-eisenach.de