Vollflächige Fixierung des Belags

Sie haben sich für Teppich statt für Laminat oder Parkett entschieden? Statt eines Dispersionsklebers, der mit der Zahnkelle aufgetragen werden muss, kön­nen Sie auch mit einer später problemlos wieder lösbaren Fixierung arbeiten, die sich sehr leicht mit einer Farbwalze auftragen und verteilen lässt. Auch hier gilt die Regel, dass der Unterboden sauber und eben sein muss. Sie schneiden den Teppichboden zu, schlagen ihn zur Hälfte ein, rollen die Fixie­rung auf und reiben ihn dann an. Danach wird die andere Hälfte eingeschlagen und ebenfalls fixiert.
Ist der Estrich des Verlegeraums glatt und sauber, wird im gesamten Randbe­reich das doppelseitig klebende Verlegeband aufgeklebt und angerieben.
Im nächsten Schritt rollen Sie den Teppichboden so aus, dass er an zwei Wänden anliegt, und schneiden die überstehenden Ränder kantenbündig ab.
Wenn der Belag rundum passt, den Tep­pichrand Stück für Stück hochklappen, das Silikonpapier des Klebebands abziehen und den Teppich fest anreiben.
Bei normaler Belastung reicht die Rund­um-Fixierung bei Teppichböden mit fes­tem Schaumrücken aus. In größeren Räumen zusätzlich in der Mitte fixieren.
Die gerade Trapezklinge dient zum Schneiden dünner Materialien wie Nadelfilz. Teppiche mit Schaumrücken schneidet die Haken­klinge sauberer. Falls vorhanden, müssen alte Teppich­reste vor dem Neuverlegen sorgfältig entfernt werden. Schnell und kraftspa­rend geht dies mit einem Elektroschaber. Bei besonders saugfähigen oder leicht sandenden Untergründen wie alten Zementestrichen ist eine vollflächige Grundierung mit Tiefgrund erforderlich. Jetzt wird der Teppich an zwei glatten Wänden anstoßend ausgelegt. Dort wo er noch übersteht, wird er im Winkel zwischen Wand und Boden durchtrennt.
Das Schneiden aus der freien Hand erfordert einige Übung. Für den Heim­werker empfiehlt sich das Zuschneiden mit Hilfe einer Cutter-Kant-Schiene.
Wo der Belag an den Türrahmen stößt, muss besonders sorgfältig gearbeitet werden, da hier der Randschnitt nicht durch eine Fußleiste verdeckt wird.
An einer Raumseite schlagen Sie den Teppich nun etwa 1 m weit ein. Der gebrauchsfertige Kleber wird aus dem Eimer direkt auf den Boden gegossen.
Mit dem Zahnspachtel kämmen Sie den Kleber gleichmäßig durch. Wählen Sie für übliche Teppichböden mit Schaum­rücken einen Spachtel mit Zahnung A3.
Der Kleber muss etwa 10 Minuten ab­lüften, bevor man den Teppichboden ins Kleberbett zurückrollt. Dann wird er gleichmäßig zur Wand hin angerieben.
Wo der neue Teppichbodenbelag en­det, wird der Übergang beispielsweise zu Parkett oder Laminat mit einer Metallschiene bedeckt, damit keine Stolperkante entsteht. Der Fachhandel bietet hierfür die verschiedensten Pro­file an, mit denen sich auch Niveau­-Unterschiede überbrücken lassen.