Verdauungsprobleme ernst nehmen

Selbst in der Werbung im Fernsehen werden heute Themen angesprochen, die vor einigen Jahrzehnten mit zivilisatorischen Tabus belegt waren, wodurch diese Themenfelder höchstens mit einer Vertrauensperson, einem Arzt z.B. besprochen wurden, während sie heute – glaubt man den Drehbüchern der Werbeindustrie – bereits mit einer Selbstverständlichkeit in einer Pause beim Waldlauf zwischen Freundinnen thematisiert werden. Die Rede ist hier von der Verdauung, eine vergleichsweise alltägliche und sehr allgemeingültige Erfahrung, haben wir sie doch alle und leben mit ihr unser gesamtes Leben entlang. Da wundert es nicht, dass dieses Themengebiet von der Industrie enttabuisiert wird, um die breite Palette an Laxativa und Mitteln gegen Durchfall zu bewerben. Dieses mag auf den ersten Blick befremdlich wirken, doch wie bei jedem Tabubruch gilt auch im Bereich der Verdauung, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist, dementsprechend lässt sich die Tabugrenze absenken und der Themenkomplex der Verdauung und der Regelung der Verdauung auch in den Medien darstellen, schliesslich sind die beschriebenen Unregelmäßigkeiten sicherlich Erfahrungen, die ein jeder Einzelne bereits machen konnte, abhängig von der eigenen Ernährung, dem persönlichen Stresslevel und anderen Faktoren. Da wundert es nicht, dass auch die Darmreinigung, eine Ausprägung der Körperpflege, die vor allem im Rahmen von Diäten und Fastenkuren ihren Platz in den Lehrbüchern erhalten konnte, wieder verstärkt in den Interessensmittelpunkt rückt, ist diese traditionelle Form der Reinigung des Körpers von innen doch segensreich und dank moderner medizinischer Technik mit einem modernen Klistier auch problemlos zuhause und unterwegs durchzuführen. Insbesondere gegen die Verstopfung kann ein Einlauf wahre Wunder bewirken und sollte versuchsweise angewendet werden, bevor chemische Abführmittel zum Einsatz kommen, da die Wirkung des Klistiers vor allem physikalisch ist und dadurch sanft und ohne Nebenwirkung und Gewöhnung wirkt, anders als dieses bei Abführmitteln aus dem Pharmabereich der Fall ist.