Wo man hin hört, überall wird diskutiert über CO2-Ausstoß, Knappheit der fossilen Energieträger oder über regenerierbare Energien. Wir Verbraucher werden angehalten, unseren Energieverbrauch zu reduzieren oder in neue Konzepte wie der Solarenergie zu investieren. Die Öl - und Ergasvorkommen werden immer knapper. Was können wir konkret noch tun? Lassen wir mal das Thema Mobilität beiseite und schauen wir uns mal etwas genauer in unsere Wohnumgebung um. Plastikgeschirr, Plastiktüten, Plastikdekoration, Plastikvasen etc. wo wir nur hinschauen. Könnte man nicht dieses kostbare Rohöl, das für die Herstellung dieser banalen Gegenstände benötigt wird, sinnvoller nutzen? Diese Frage kann man klar mit "ja" beantworten. Welche Materialien kommen aber dann für Tüten und Einweggeschirr in Frage? Hier gibt es alternative Rohstoffe wie z.B. Maisstärke. Ein ökologischer Rohstoff der hierzulande prächtig gedeiht. Für Wohnaccessoires aus Plastik lässt sich wunderbar die Wasserhyazinthe oder Flechtwaren aus Bananenblatt einsetzen. Diese ökologischen und nachwachsenden Rohstoffe lassen sich zu edlen und extravaganten Flechtdesigns verarbeiten.
Die unterschiedlich dicken Stiele der Wasserhyazinthe werden maschinell geerntet, getrocknet, kalandert und nach Farbe, Breite, Dicke ( Konsistenz ) entsprechend sortiert. Der untere dickere Teil, ca. 2/3 der Stiele, finden Verwendung bei größeren Flechtobjekten wie Pflanzgefäßen oder Flaconvasen , weil diese etwas länger sind. Das dünnere Teil (restliche 1/3) wird für kleinere Flechtwaren, wie Platzteller benutzt, da diese kürzer sind. Dampfbehandlungen oder ein Befeuchten sorgen beim Flechten für die nötige Biegsamkeit. Die Wasserhyazinthe kann sehr viel Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben, daher sorgt sie für ein angenehmes Raumklima. Die Wasserhyazinthe wächst schnell nach und ist ein zellulosischer Rohstoff wie Holz. Sie lässt sich mit umweltverträglichen Farben einfärben oder oberflächenversiegeln. Dies ist wirklich eine ökologische Alternative für schöne und edle Wohnaccessoires. Übrigens gibt es bereits Papier aus Wasserhyazinthe und einige Institute testen die Wasserhyazinthe als Filtermedium zur Trinkwasserreinigung.
