Der Dispositionskredit (Dispo)

Der Dispokredit, in Kurzform Dispo ist ein Überziehungskredit für Privatpersonen. Diese Art von Kredit war in den 60er Jahren noch als Kontokorrentkredit für Unternehmen gedacht. Der Dispokredit hat sich aber in den letzten Jahren als sehr flexibel einsetzbare Kreditmöglichkeit herausgestellt. Dabei kann das Girokonto bis zu einem bestimmten Kreditlimit überzogen werden. Die Höhe des Kreditrahmens wird meist mit der Kooperation der Hausbank und des Girokontoinhabers festgelegt. Als Grundlage dienen die Zahlungsein- und -ausgänge. Definiert wird dies durch das Gehalt beziehungsweise der Lohn, die Rente, die Miete, der Unterhalt oder sonstige fixe Versicherungen. Es besteht für den Kontoinhaber grundsätzlich eine freie Verfügung über die Inanspruchnahme des Kredits. Das Limit des Dispositionskredits wird meist im Rahmen des zwei- bis dreifachen des monatlichen Zahlungseinganges festgesetzt. Bei der Nutzung des Dispokontos fallen täglich Sollzinsen an. Bei Überziehung des Dispolimits entfallen zusätzlich Zinsen. Aberechnet wird meist vierteljährlich per Rechnungsabschluss. Die Höhe der Zinsen ist bei jeder Bank unterschiedlich. Die Niedrigsten liegen bei acht und die Höchsten bei annähernd zwanzig Prozent. Der Dispokredit sollte stets so festgesetzt werden, dass der Kontoinhaber die Sollsumme innerhalb von drei Monaten begleichen kann.