Die Faszination, welche in den vergangenen 20 Jahren um diese Substanz entstanden ist, kommt nicht von ungefähr. Sie wurde 1982 aus der Pflanze Salvia Divinorum isoliert. Die Verwendung als Entheogen begann allerdings erst in den 90ern. Von da an nahm das Interesse rasant zu. Herkömmlich wurden nur die getrockneten Blätter gehandelt, diese werden geraucht und führen zu einer sofortigen Wirkung. Die Haupteffekte der Wirkung halten für etwa 90 Sekunden an und klingen dann innerhalb 4-5 Minuten aus.
Traditionell wurden die frischen Blätter gekaut und der entstehende Saft im Mund verteilt, der Wirkstoff kann dann über die Schleimhaut absorbiert werden. Hier beginnt der Wirkungseintritt nach etwa 5-10 Minuten und hält für etwa 20 Minuten an. Dies ist aber mit getrockneten Blättern nicht möglich, daher wurden nach der Isolierung des Wirkstoffes verstärkt Extrakte produziert. Diese Extrakte ermöglichen auch beim Rauchen eine ähnlich starke Erfahrung wie durch das Kauen der frischen Blätter. Die Extrakte können ebenfalls über die Schleimhaut aktiv werden. Dies begründet den hohen Anstieg des Interesses seit den 90ern.
Die Dosierung bei getrockneten Blättern entspricht etwa einem großen Blatt. Beim Kauen werden 20-60 Gramm der frischen Blätter verwendet, dies entspricht einem Trockengewicht von 4-10 Gramm.
Die Pflanze selbst ist eher seltener erhältlich, sie wird dann meist als Ableger gehandelt, da sie nur sehr selten Samen produziert. Man kann davon ausgehen das die erhältlichen Variationen genetisch gleich sind, lediglich durch die Wachstumsbedingungen unterschiedliche Formen angenommen haben.
Die Pflanze selbst hat weiche, grüne Blätter und kommt im südlichen Mexiko vor. In ihr können noch weitere Diterpene gefunden werden, allerdings sind diese Pharmakologisch unwirksam. Das besondere an Salvinorin A ist, dass es kein Alkaloid ist und somit kein Stickstoffatom enthält. Pharmakologische Forschungen verliefen daher lange ohne Ergebnis, da der Wirkstoff nicht an den typischen Rezeptoren agiert an denen beispielsweise LSD, Meskalin oder Psilocin/Psilocybin andocken. In reiner Form ist es ein farbloses und geruchsneutrales Pulver.
Daniel Siebert hat viele Selbstversuche gestartet die unter anderem als waghalsig und riskant gelten. Dennoch hat er dadurch herausfinden können das Salvia Divinorum bzw. Salvinorin A keine Kreuztoleranzen mit anderen Halluzinogenen entwickelt.
Die Wirkung wird meist beschrieben als Vision einer schrägen und seltsamen Welt, es wird auch oft berichtet das man sich in Gegenstände verwandelt. Bei hohen Dosen kommt es auch zu einer Depersonalisierung, dies kann jedoch für viele Konsumenten eher erschreckend wirken, daher empfiehlt es sich langsam an die gewünschte Menge heranzutasten. Hohe Dosierungen sind also nur für Erfahrene Konsumenten geeignet, diese Berichten allerdings häufig von einer Art spirituellen Führung während der Wirkung. Trotz der kurzen Wirkungszeit, kann die gefühlte Zeit stark variieren. Man kann Extrakte und Blätter von Salvia Divinorum kaufen .
