Das Leben in der Steinzeit war nicht komplex und hatte jenseits vom täglichen Kampf ums Überleben kaum etwas zu bieten. Da sich der Fortschritt auf die knappe Zeit jenseits des Überlebenskampfes begnügen musste, ging er schleppend vonstatten. 35 000 Jahre lang, bis der Mensch sesshaft wurde und eine bäuerliche Kultur entwickelte, passierte nichts.
Kaum hatte sich der Überlebensdruck gelockert, sprossen die intellektuellen Fähigkeiten der Menschheit. Nur Jahrhunderte später wurden die ersten Schriftsysteme entwickelt. Mit dieser Erfindung war es effektiver als durch mündliche Überlieferung möglich, das kollektive Wissen einer Gemeinschaft zu konservieren.
Das war ein erster Quantensprung in der Menschheitsgeschichte. Es ist kein Zufall, dass sich alle Hochkulturen auf ein Schriftsystem zur Weitergabe von Wissen stützten.
Im Zeitraum zwischen dem ersten Menschen und der Entwicklung der Schrift war die Entwicklung der Menschheit kaum voran gegangen, jetzt nahm sie spürbar an Fahrt auf.
Der zweite Quantensprung erfolgte 1448, als Johannes Gutenberg den Buchdruck erfand. Zuvor war die Verbreitung von Wissen ein mühseliges Unterfangen, jetzt war die Reproduktion unbegrenzt und um ein Vielfaches günstiger möglich. Damit einher ging eine Demokratisierung des Wissens, die die Aufklärung durch die Verbreitung über das Lexikon voran trieb. Aufklärer wie Diderot versuchten im Lexikon das Wissen der Welt in einem Buch allen Menschen zugänglich zu machen.
Die modernen Medien des 21. Jahrhunderts treiben diesen Anspruch auf die Spitze. Das Online Lexikon stellt kommt dem Anspruch alles Wissen der Welt allen Menschen der Welt zur Verfügung zu stellen näher, als Diderot und seine Mitstreiter der Aufklärung es sich hätten träumen lassen.
